Weimar im April: Infoveranstaltungen zu den anstehenden Prozessen (Mo 9.2. 19 Uhr)

Es wird nicht ruhig um „Weimar im April“

Im April 2012 wurden einige junge Menschen in Polizeigewahrsam genommen und dort misshandelt. Die Ermittlungen gegen die diensthabenden Polizist_innen wurden eingestellt. Dafür wird gegen die Betroffenen aus der Nacht wegen „Vortäuschen einer Straftat“ ermittelt und nun ist es so weit: Die Hauptverhandlung wird eröffnet und findet an den fünf aufeinanderfolgenden Donnerstagen ab 19.2. statt. Wir informieren euch zum Stand der Dinge.

In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

Anarchismus vs. Marxismus – Anarchistischer Lesekreis jetzt immer Donnerstags

Der anarchistische Lesekreis wird sich im kommenden Block mit den Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen Anarchismus und Marxismus auseinander setzen und dazu verschiedene Aufsätze aus den von Philipp Kellermann herausgegebenen Sammelbänden Begegnungen feindlicher Brüder: Zum Verhältnis von Anarchismus und Marxismus in der Geschichte der sozialistischen Bewegung (Unrast Verlag) lesen. In einer breiten Palette von Themen werden Gemeinsamkeiten und Differenzen erkundet.

  • 29.01. Michael Seidman – Produktivistische Brüder. Anarchisten und Marxisten stellen sich in der Russischen und in der Spanischen Revolution gegen die Arbeiter (Bd. II)
  • 05.02. Philippe Kellermann – Zur Erinnerung an ein altes Anliegen: Luigi Fabbris Versuch über die »historischen und sachlichen Zusammenhänge zwischen Marxismus und Anarchismus« (1908) (Bd. III)
  • 12.02. Antje Schrupp – Weder Marxistinnen noch Anarchistinnen. Die ‘Frauenfrage’ und der Sozialismus im 19. Jahrhundert (Bd. I)
  • 19.02. Philippe Kellermann – George Sorel: (Anarcho-)Syndikalismus als wahrer Marxismus (Bd. I)
  • 26.02. Gerhard Hanloser – Marxistischer Antileninismus. Libertäres und Anti-Libertäres im Rätekommunismus (Bd. I)
  • 05.03. Robert Foltin – Ein postoperaistischer Blick auf den Anarchismus – Postoperaistische Annäherungen an den Anarchismus (Bd. I)
  • 12.03. Wolfgang Eckardt – Bakunin und Marx in der ersten Internationale. Zerstörung oder Eroberung der politischen Macht? (Bd. I)
  • Wie an den Daten erkennbar ist trifft sich der Lesekreis in Zukunft Donnerstags aber wie gehabt 19:30 Uhr im Infoladen.

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    Keep CSAAWU Doors Open! – Spendensammlung für die Kämpfe von LandarbeiterInnen in Südafrika

    CSAAWU

    Die Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen Union (FAU) ruft dazu auf, die südafrikanische Gewerkschaft „Commercial Stevedoring Agricultural & Allied Workers Union“ (CSAAWU) zu unterstützen. Die LandarbeiterInnen-Organisation ist in Folge verlorener Gerichtsprozesse und dadurch auf sie zukommender Kosten in ihrem Bestehen akut gefährdet.

    Im März 2012 waren nach einer Streikwelle hunderte von ArbeiterInnen entlassen worden. Die CSAAWU, hat den Streik ebenso unterstützt, wie den Kampf gegen die Sanktionen. Annähernd 100 Fälle wurden von der CSAAWU vor das Arbeitsgericht gebracht. Dieses entschied jedoch gegen die ArbeiterInnen und tadelte einzelne Vertreter der Gewerkschaft dafür, den Streik unterstützt zu haben. Die Gewerkschaft weist diese Vorwürfe zurück und unterstützt nach wie vor die Streiks und die Entlassenen. Als Folge der verlorenen Gerichtsprozesse muss die CSAAWU 600.000 Rand (etwa 44.000 €) aufbringen. Eine Summe, welche die kleine Gewerkschaft in ihrer Existenz bedroht. Sie hat deshalb eine Spendenkampagne unter dem Titel „Keep CSAAWU Doors Open“ (Haltet die Türen der CSAAWU offen!) ins Leben gerufen. Die FAU unterstützt diese Kampagne und ruft zu Spenden auf.

    Einzelspenden sind direkt möglich über die Indiegogo Seite der Kampagne oder durch Direktüberweisungen auf das Konto der CSAAWU (Bank: Standard Bank; Kontonummer: 072003596; Kontoinhaber: CSAAWU; Branch name: Tyger Manor; Branch code: 050410; SwiftCode: SBZAZAJJ).

    Ihr könnt euch aber auch an der Sammelspende der FAU beteiligen. Die FAU wird bis zum 31. Januar 2015 Spenden für die CSAAWU sammeln und diese dann gemeinsam überweisen. Die Kontodaten dafür lauten:
    Freie Arbeiterinnen Union
    Postbank Hamburg
    BIC: PBNKDEFF / IBAN: DE94200100200096152201
    Betreff: CSAAWU

    Mehr Informationen zur CSAAWU und zum Konflikt finden sich auf ihrer Website (dort finden sich auch Informationen über die Arbeits- und Lebensbedingungen von FarmarbeiterInnen in Südafrika).

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    07.01.15: Kino im Infoladen

    Du sollst nicht lieben

    07.01.2015 – 20.00 Uhr

    Der junge und attraktive Student Ezri flüchtet vor dem Regen in den Laden des Fleischers Aaron. Beide sind orthodoxe Juden, doch anders als der unstete Ezri ist Aaron Ehemann, Familienvater und ein respektiertes Mitglied der Gemeinde in Jerusalem. Was als Arbeitsbeziehung anfängt, entwickelt sich schnell zu einer erotischen aszinationen zwischen den beiden so ungleichen Männern – und diese stürzt den Fleischer in eine tiefe Glaubens- und Familienkrise. Haim Tabakmans aufwühlendes, vielfach
    preisgekröntes Drama wirft einen vieldeutigen Blick in die Welt des ultra-orthodoxen Judentums und nimmt sowohl den Glauben als auch die sexuelle Lust als menschliche Bedürfnisse ernst. Die französische “Libération” stellte in ihrer Rezension die Frage: “Kann Gott eine Liebe von solcher Klarheit verurteilen?”
    Haim Tabakmans erster Spielfilm berührt ein Tabu – Homosexualität im ultraorthodoxen Judentum. Doch obwohl er einen durchaus kritischen Blick hinter die Rituale und Dogmen dieser religiösen Welt wirft, denunziert er nicht den Glauben seiner Hauptfiguren, der mit der sexuellen Begierde nicht in Einklang zu bringen ist. Sein Interesse geht weit darüber hinaus: Ihn interessiert eine Liebe, die ihre gesellschaftlichen Schranken nicht überwinden kann und jeden einzelnen in die Situation bringt, seine eigene, innere Freiheit zu suchen. Nach der Uraufführung von DU SOLLST NICHT LIEBEN in der Reihe UN CERTAIN REGARD beim Festival de Cannes reagierte die internationale Presse begeistert, stellte die ambitionierte Inszenierung des Films heraus und verglich die emotionale Kraft einer Liebesgeschichte mit Ang Lees BROKEBACK MOUNTAIN.

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    JOSEF ZAHLT NIX! – Soliparty

    Weitere Infos unter: soli2401.blogsport.eu

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    03.12.14: Kino im Infoladen

    Ein Lied für Agyris

    03.12.2014 – 20.00 Uhr

    Distomo. Ein kleines Bauerndorf, ein Steinwurf vom Meer entfernt, an der Strasse von Athen nach Delphi. Hier überlebt der kleine Argyris, noch keine vier Jahre alt, am 10. Juni 1944 ein brutales Massaker der deutschen Besatzungsmacht: Eine so genannte «Sühnemassnahme» einer SS-Division als Reaktion auf einen Partisanenangriff in der Gegend. Innert weniger als zwei Stunden werden 218 Dorfbewohner umgebracht – Frauen, Männer, Greise, Kleinkinder und Säuglinge. Argyris verliert seine Eltern und 30 weitere Familienangehörige.
    Mehrere Jahre verbringt der Knabe in Waisenhäusern rund um Athen, unter Tausenden von Kriegskindern. Da taucht eines Tages eine Delegation des Roten Kreuzes auf und sucht eine Handvoll Kinder aus für eine weite Reise in ein fernes Land. Argyris will unbedingt mitgehen. Und so kommt er in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen. Jahre später doktoriert er an der ETH Zürich in Mathematik und Astrophysik. Bald schon unterrichtet er an Zürcher Gymnasien, beginnt griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen, und arbeitet später mehrere Jahre, auch mit dem Schweizerischen Katastrophenhilfekorps, als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Seit er wieder nach Europa zurückgekehrt ist, reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her – und die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger.
    Argyris Sfountouris, heute 66 Jahre alt, ein Mann von gewinnendem Charme und melancholischer Heiterkeit, hat sich Zeit seines Lebens mit dem Wahnsinn auseinandergesetzt, der ihm als Kind widerfahren ist. In einer «Tagung für den Frieden» beispielsweise hat er über Wege sinniert, wie aus diesem Teufelskreis der Gewalt ausgebrochen werden könnte. Er hat versucht, nicht etwa innerlich damit «fertig» zu werden, mit seinem Kindheitserlebnis «abzuschliessen», sondern viel eher damit leben zu lernen und nach aussen etwas zu bewirken.
    Ein Film über den Umgang mit persönlicher Trauer, – und über den Umgang mit historischer Schuld.
    Ein Film über die schier unlösbaren Schwierigkeiten einer wirklichen Aussöhnung, über die Suche nach Frieden – eine Reise mit offenem Ausgang.

    Jeweils am 1. Mittwoch des Monats zeigen wir einen Film in unserer Kinoreihe. Hier das Programm für die nächsten Monate:
    07.01.15 – 20.00 Uhr: Du sollst nicht lieben
    04.02.15 – 20.00 Uhr: Herrenkinder

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    *Einladung zum INFOCAFE*

    Der Infoladen und Pekari – offene linke Basisgruppe laden ein zum stöbern, informieren, austauschen, kaffe trinken und diskutieren:

    offenes Infocafe//jeden Freitag im Dezember//ab 16Uhr im Infoladen

    *Was ist das Infocafe?*
    Das Infocafe ist als offene und genauso gemütliche wie politische Anlaufstelle für aktive Menschen in Jena und solche die es werden wollen gedacht. Wenn ihr Lust habt aktiv zu werden und nach Möglichkeiten oder Anlaufstellen dazu sucht, wenn ihr eigene Ideen und Tatendrang oder doch eher Fragen und Unsicherheiten habt, wenn aktuelle Infomaterialien braucht oder wenn ihr einfach Bock habt ein bisschen mehr herauszufinden, was in Jena eigentlich so geht, kommt vorbei!

    *Was ist der Infoladen?*
    Der Infoladen im hinter dem Theater und überm Cafe Gründowski im Schillergäßchen beherbergt viele verschiedene Projekte und ist nicht weg zu denken aus der selbstorganisierten, politischen Infrastruktur in Jena. Neben Infos zu aktuellen Kampagnen, Demos oder Soli-Partys, allen möglichen Magazinen und Zeitungen und einer gut ausgestatteten, politischen Bibliothek findet ihr dort zum Beispiel auch die Rote Hilfe.
    Es ist ein antifaschistischer Raum, der die Mög­lich­keit schaf­fen soll, sich zu ver­net­zen und aus­zu­tau­schen und ge­mein­sam Ideen um­zu­set­zen. Ein Raum für un­dog­ma­ti­sche linke Po­li­tik und Sub­kul­tur. In regelmäßigen Abständen finden dort u.a. auch Filmabende und Vorträge statt.

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    Der Anarchistische Lesekreis beschäftigt sich mit Idee der freien Kooperation

    Im Jahr 2000 erhielt Christoph Spehr für seinen Aufsatz „Gleicher als andere. Eine Grundlegung der Freien Kooperation“ den Rosa-Luxemburg-Preis für die in Aufsatzform beantwortete Frage: „Unter welchen Bedingungen sind soziale Gleichheit und politische Freiheit vereinbar?“ In seinem Aufsatz analysiert er zunächst die Bedingungen der vielfach verwobenen Herrschaftsverhältnisse im postmodernen Kapitalismus, um danach die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft zu skizzieren, in der die Menschen aus freien Stücken Kooperationen eingehen und verlassen können. Entsprechend der drei Abschnitte des Textes liest und diskutiert der Anarchistische Lesekreis am 02.12.2014 ab 19.30 Uhr im Infoladen das 1. Kapitel „Freiheit und Gleichheit“, am 09.12.2014 das 2. Kapitel „Politik und Antipolitik“ und am 16.12.2014 das 3. Kapitel „Grundrisse einer Politik der freien Kooperation“.
    Lesekreis Dez

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    „Weimar im April“ Infoveranstaltung

    Im April 2012 kam es in der Weimarer Polizeiwache zu schweren Übergriffen von BeamtInnen auf vier junge Menschen, die ohne Begründung festgenommen und eine Nacht eingesperrt wurden. Die Soligruppe „Weimar im April“ veranstaltet hierzu Infoveranstaltungen um über die Geschehnisse aufzuklären und über die Prozesse und den aktuellen Verlauf im Fall zu informieren:

    Jena – 11.11.14 – 19.00 Uhr – Uni Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen

    05.11.14: Kino im Infoladen

    Die Wohnung

    05.11.2014 – 20.00 Uhr

    Eine Wohnung in Tel Aviv, ein Stück Berlin mitten in Israel. 70 Jahre lang hat Gerda Tuchler hier mit Ehemann Kurt gelebt, nachdem sie vor dem Holocaust aus Deutschland fliehen mussten. Weggeschmissen haben sie nichts. Als sie mit 98 Jahren stirbt, trifft sich die Familie zur Wohnungsauflösung. Inmitten unzähliger Briefe, Fotos und Dokumente werden Spuren einer unbekannten Vergangenheit entdeckt: Die jüdischen Großeltern waren eng befreundet mit der Familie des SS-Offiziers Leopold von Mildenstein.
    Filmemacher und Enkel Arnon Goldfinger nimmt zusammen mit seiner Mutter den Kampf auf: mit Wut und Mut gegen die Kisten, den Staub, die Antiquitätenhändler, die Familie, die Vergangenheit und die Gegenwart, Verdrängung und Wahrheit.

    Jeweils am 1. Mittwoch des Monats zeigen wir einen Film in unserer Kinoreihe. Hier das Programm für die nächsten Monate:
    03.12.14 – 20.00 Uhr: Ein Lied für Agyris
    07.01.15 – 20.00 Uhr: Du sollst nicht lieben
    04.02.15 – 20.00 Uhr: Herrenkinder

    In General veröffentlicht | Kommentare geschlossen