Am Sonntag, dem 24.05. laden wir ab 15:00 Uhr zum Antifa Café. In dieser Zeit ist der Raum offen, ihr könnt Dinge lesen, im Archiv stöbern, Plakate und Sticker mitnehmen … und natürlich Kaffee trinken.
Im Mai ist das Objekt des Monats die Nr. 17 der Antifaschistischen Nachrichten aus dem August 2001. Dieses und vieles mehr könnt ihr entdecken.
25 Jahre nach den Ereignissen um den G8 Gipfel in Genua wollen wir dieses Café dafür nutzen, in unserem Bewegungsarchiv zu graben und uns mit der Mobilisierung, der Berichterstattung und der Solidaritätsarbeit nach Genua befassen. Dafür haben wir einige Quellen aus der Zeit – überregional und lokal.
Wer es nicht zum Café schafft, kann sich dem Thema mithilfe dieser Materialsammlung annähern.
Content note: Polizeigewalt, Folter, sexualisierte Gewalt, antisemitische und rassistische Äußerungen
Wir laden ein, mit uns gemeinsam über den G8-Gipfel Juli 2001 in Genua (Italien) ins Gespräch zu kommen. Die Ereignisse sind inzwischen 25 Jahre her: die internationale Mobilisierung von hunderttausenden antifaschistischen, kapitalismuskritischen Demonstrierenden, die massive staatliche Repression und Gewalt auf Demonstrationszüge durch italienische Polizei und Carabinieri, der Tod von Carlo Giuliani, der brutale Überfall auf die Diaz-Schule, Folterungen Gefangener in der Kaserne Bolzaneto, weitgehende Straffreiheit der staatlichen Akteure. Wir werfen einen Blick in die Archive der Bewegungsgeschichte, sichten u.a. Zeitschriftenmaterial aus dem Jahr 2001 und schauen einen Spielfilm. Dieser zeigt die Geschehnisse vom 19./20./21. Juli insbesondere in der Diaz-Schule, die während des G8 als unabhängiges Medienzentrum, Erste-Hilfe-Station für Verletzte und Rechtshilfestelle für Verhaftete diente.
Vorkenntnisse sind nicht nötig, wir freuen uns, verschiedenste Generationen, Involviertheiten und Wissensstände zusammenzubringen. Der Film wird auf Deutsch gezeigt, zusätzliche Untertitel in Englisch, Französisch oder Niederländisch wären problemlos möglich. Aufgrund der dargestellten Gewalt bauen wir während des Filmschauens gezielte Unterbrechungen ein, damit der Raum selbstbestimmt verlassen und ggf. wieder aufgesucht werden kann.
Es wird vegan/vegetarische Snacks und Getränke geben; größeres Abendessen lieber vorher/nachher oder mitbringen.
Hinweise zu Barrieren: Der Raum im 2. Obergeschoss ist nicht barrierearm und nur über viele Treppen zu erreichen. Es gibt kein behindertengerechtes WC. Ein Luftfilter ist vorhanden.
Herzlich Willkommen zur ÖZ ohne cis Männer am Mi., 29. April zwischen 16 und 17.30 Uhr –
wie immer zum Austauschen, Zeitungen oder Zeitschriften lesen, Quatschen, Sticker durchstöbern und Tee/Limo/Kaffee trinken. Kommt gerne einfach vorbei, egal, ob Ihr schonmal im Laden wart oder zum ersten Mal da seid!
Ebenfalls wie immer: Der Raum im 2. OG ist nicht barrierearm und nur über viele Treppen zu erreichen. Wir haben einen Luftfilter, bitten aber darum, mit Erkältungssymptomen lieber zu Hause zu bleiben, um andere zu schützen und sich selbst zu erholen.
Nach dem Urteil gegen Maja Anfang des Monats und vor dem feministischen Kampftag am 8. März nehmen wir uns Zeit für uns – zum Austauschen, Zeitungen oder Zeitschriften lesen, Quatschen, Sticker durchstöbern und Tee/Limo/Kaffee trinken. Kommt gerne einfach vorbei!
Wie immer: Der Raum ist nicht barrierearm und nur über viele Treppen zu erreichen. Wir haben einen Luftfilter, bitten aber darum, mit Erkältungssymptomen lieber zu Hause zu bleiben, um andere zu schützen und sich selbst zu erholen.
Am Mittwoch, den 28. Januar öffnet der Infoladen in diesem Jahr zum ersten Mal wieder seine Türen, wie immer zwischen 16 und 18 Uhr. Zusammen können wir z.B. den Hochschulaktionstag ausklingen lassen, über den Warnstreik quatschen oder die Workshops im F-Haus, je nachdem, was euch so umgetrieben hat.
Oder kommt wie immer einfach so vorbei, auch auf einen kurzen Gruß, um euch mit Stickern, Buttons, Broschüren, Postern etc. einzudecken, zu lesen, zu quatschen, Briefe zu schreiben.
Wie immer gilt: Falls du dich krank fühlst, gute Besserung & bleib bitte zu Hause, auch wenn wir einen Luftreiniger haben.
Fr., 12.12., ab 18 Uhr im Infoladen (Schillergäßchen 5, Dachgeschoss)
In ein bestimmtes Lager gehöre ich – in das Lager derjenigen, die sich noch in gar keiner Weise beruhigt haben – über Nationalsozialismus und Krieg, über Sozialismus und Kapitalismus, über Schuld und Sühne, über eigene Schuld und eigene Sühne, kann ich mich nicht beruhigen.
Mit diesen Worten richtet sich die Schriftstellerin Susanne Kerckhoff 1948 an die deutsche Nachkriegsgesellschaft – sie will mitgestalten und Wiedergutmachung. In den Jahren zwischen 1945 und 1950, die Susanne Kerckhoff noch miterlebt, wirft sie sich literarisch wie politisch in die neue Zeit hinein, kompromisslos, ehrlich und außerordentlich klarsichtig. Nach 1945 herrscht in Deutschland ein großes Schweigen: über Schuld, Verantwortung und das eigene Mitwirken am Nationalsozialismus. Kerckhoff stellt sich dagegen. In ihren „Berliner Briefen“ schreibt sie gegen das Wegsehen an – sie schreibt über Schuld und Sühne, über die Suche nach einem neuen Anfang, über Moral und Mitmenschlichkeit in einer zerstörten Gesellschaft. Wer war diese Frau, die sich so kompromisslos einmischte – literarisch wie politisch? Warum geriet sie nach ihrem Tod 1950 in Vergessenheit, und warum lohnt es sich heute, sie wieder zu lesen?
Im Feministischen Salon #5 laden wir dazu ein, in Auszüge aus den „Berliner Briefen“ hineinzulesen und gemeinsam die Fragen weiterzudenken, die Kerckhoff aufgeworfen hat – Fragen nach Schuld, Erinnerung und Verantwortung, die bis in unsere Gegenwart reichen.
Wie immer gilt: Vorkenntnisse braucht es überhaupt nicht, dafür eine klare Haltung gegen Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und weitere Formen der Diskriminierung. Für unser leibliches Wohl wird in alter Salonmanier gesorgt sein. Ankommen ab 18 Uhr, inhaltlicher Einstieg 18.30 Uhr, Ausklingen bis 21.30 Uhr.
Hinweis zu Barrieren: Der Zugang zum Raum ist nur über zwei Treppen erreichbar; auch barrierefreie Sanitäranlagen stehen nicht zur Verfügung. Zum Infektionsschutz trägt im Raum ein Luftfilter bei. Bitte bleibt mit Erkältungssymptomen zu Hause.